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Ablehnungsrate für Visumanträge steigt!

watching-time-1238392-1279x959-768x576Vor ungefähr zwei Jahren wurde VFS in das Visa-Verfahren für Südafrika eingeführt. Erstanträge müssen nun im Heimatland bei der jeweiligen südafrikanischen Botschaft gestellt werden.

In Südafrika selbst dürfen nur Verlängerungen und bestimmt Veränderungsanträge gestellt werden. Hier wurden die Leistungen an die externe Firma Visa Facilitation Services (VFS) übergeben, die nun die Anträge annimmt, diese sauber erfasst und zu Home Affairs nach Pretoria zur Entscheidung versendet. Seitdem hat sich vieles nicht nur zum Guten, sondern vielmehr leider zum Schlechten verändert.

Nach Zeiten der Vorbereitung und bangem Warten, Ängsten und weiteren Monaten der Bearbeitung, ist der Moment, an dem man die Ablehnung seines Visumantrages bekommt, einer der frustrierendsten und ärgerlichsten Gefühle. Verschlimmert wird diese Situation dann noch dadurch, dass die Gründe vielfach rechtswidrig, unklar, falsch oder einfach nur nicht nachvollziehbar sind.

Es ist immer wieder eine stressige und frustrierende Aufgabe, beim Abholungsschalter von VFS zu sitzen und auf das Ergebnis des Visumantrages zu warten. Wenn man in die Gesichter der Menschen sieht, die vor einem an der Reihe sind, erlangt man schnell ein Gespür dafür, ob der Antrag dieser Person abgelehnt oder genehmigt wurde.

Die Ablehnungsquote scheint in den letzten Jahren drastisch angestiegen zu sein. Sie liegt momentan bei ungefähr 50%. Eine deutlich bessere Quote gibt es bei Personen, die Einwanderungsexperten wie uns engagieren.
Nach unserer Erfahrung wurden in den letzten 15 Jahren vor Einführung von VFS ingesamt 10 von unseren eingereichten Anträgen abgelehnt. All diese Ablehnungen waren widersprüchlich und oft das Ergebnis einer falschen Entscheidung von Home Affairs, die kurz danach behoben wurden. Zuletzt haben wir aber auch einen Anstieg der Ablehnungsquote in unseren Büros feststellen müssen.

Visumanträge werden aufgrund falscher Entscheidungen von Home Affairs oder gar widersprüchlicher und unklarer Argumentationen unberechtigt abgelehnt.
Der neuste Trend von Home Affairs scheint die Ablehnung von Visumanträgen aufgrund einer weiten beziehungsweise allgemeinen Argumentation ohne genaue Angaben oder ohne einen triftigen Grund.

Dagegen ist es natürlich sehr schwer zu argumentieren oder Berufung einzulegen, obwohl es von Seiten Home Affairs nicht gesetzeskonform ist.

Absatz 33(1) der Verfassung Südafrikas besagt, dass jeder das Recht auf ein rechtmäßiges, angemessenes und verfahrenstechnisch faires Verwaltungshandeln hat. Absatz 195 verpflichtet öffentliche Verwaltungen unter anderem einen hohen Standard der Berufsethik zu wahren/einzuhalten um die Öffentlichkeit mit zeitgemäß zugänglichen und genauen Informationen zu versorgen und die Bedürfnisse der Menschen zu stillen.

Jeder, dessen Rechte von einer Verwaltungshandlung negativ beeinflusst werden, hat das Recht auf eine schriftliche Argumentation deren Entscheidung laut des Promotion of Administrative Justice Act aus dem Jahr 2000.

Eine Ablehnung ohne ausreichende und stichhaltige Argumentation ist in sich selbst unzulässig.

Glücklicherweise ist eine Ablehnung des Visumantrags nicht die Endstation oder das Ende des Traumes. Es gibt gewisse Verfahren, die man einleiten kann, um Einspruch einzulegen. Einsprüche müssen innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt der Ablehnung von der Person eingereicht werden, deren Visum bei der VFS abgelehnt worden ist. Sollte der Antragsteller keinen Einspruch einlegen wollen, hat derjenige jedoch 10 Werktage Zeit, SA zu verlassen und behält natürlich das Recht, sich natürlich auch vom Ausland erneut zu bewerben.

Im Moment ist die Bearbeitungsdauer für Einsprüche nicht festgelegt und daher unzuverlässig, was für die, deren Antrag abgelehnt worden ist, noch mehr frustrierend ist.

Sobald man Einspruch für eine befristetes Aufenthaltsvisum eingelegt hat, hat man das Recht bis zum Ergebnis des Einspruchs in SA zu bleiben. Wenn das aktuelle Visum jedoch abgelaufen ist, sollte man bis zum Ergebnis des Einspruchs in SA bleiben, da man sonst bei der Ausreise gebannt wird.

Dies gilt nur für befristete Aufenthaltsgenehmigungen und nicht für Daueraufenthaltsgenehmigungen.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie jegliche Fragen zur Immigration & Visum, Geschäftsgründung, Grundstückskauf und Investment haben.

von Kyle Ernestzen

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